Oft hören wir von unseren Kunden die Frage: Was würden Sie empfehlen, ein Schild mit Pfosten aus Aluminium oder aus Edelstahl? Und wie so oft in unserer komplizierten Welt gibt es nicht die eine richtige Antwort.

Wir möchten Ihnen gerne ein paar Hinweise zu dieser Entscheidung geben.

Edelstahl Schilder

Neben Aluminium, der Werkstoff der am häufigsten im Bereich der Beschilderung verwendet wird. Anzutreffen sind Schilder, oder genauer gesagt Schildpfosten aus Edelstahl eher bei kleineren Beschilderungsanlagen wie zum Beispiel bei Praxisschildern oder  Kanzleischildern.

Großer Vorteil bei Beschilderungen aus Edelstahl ist das hochwertige Erscheinungsbild. Eine Lackierung entfällt. Allerdings ist gerade bei salzhaltiger Luft oder bei Luftverschmutzungen eine regelmäßige Pflege mit Edelstahl Pflegespray dringend angeraten um zu verhindern das sich das glänzende Edelstahl trübt oder es Flecken bekommt.

Großer Unterschied zu Beschilderungssystemen in Aluminium ist die Ausführung der Halterungen. Klassischerweise wird bei einem Edelstahlschild der Beschriftungsträger (das Schild) nur punktuell befestigt.

Dabei werden häufig zwei verschiedene Halterungsarten verwendet.

Schildhalter Glas

Bei der Halterung die bei der Verwendung von Aluminumverbundplatten oder Blechschildern verwendet wird, kann das Schild gebohrt werden und fest im Halter verankert werden.

Dagegen wird durch die Halterung bei Verwendung von Glasschildern und Acrylglas Schildern das Schild eingeklemmt und ggf. nur durch eine oder zwei Sicherheitsbohrungen zusätzlich gehalten. Die Auflagefläche der Halterung ist entsprechend größer.

 

Übrigens, Edelstahl ist nicht gleich Edelstahl. Genauer sollten Sie hinschauen, wenn ein Anbieter keine Aussagen über die Werkstoffqualität macht. Begriffe wie V2A etc. sind immer noch gängig, aber eindeutiger ist eine Werkstoffnummer wie zum Beispiel 1.4301. Hier steht zum Beispiel die 43 für “nichtrostend”.

Und auch bei der Stärke der Edelstahlpfosten gibt es durchaus Unterschiede. So werden klassische Edelstahl Schilder häufig mit einem Pfostendurchmesser von 42,4 mm und einer Wandstärke von 3 mm angeboten. Durchaus geeignet für das Schild direkt vor der Praxis oder der Firma. Wenn es aber etwas robuster sein muss, z.B. weil das Schild in einem öffentlichen Park aufgestellt wird oder weil die Beschriftungstafel größer und damit windanfälliger ist, hat die Ausführung mit einem Durchmesser von 60,3 mm durchaus Vorteile.

Aluminium Schilder

Langlebig, geeignet für den Innen- wie auch für den Außenbereich und nahezu unverwüstlich. Das sind häufig die Argumente die man mit der Verwendung von Aluminiumsystemen in Verbindung bringt. Solide Verbindungstechnik ohne Schweißarbeiten machen Schildersysteme aus Aluminium leicht erweiterbar und veränderbar. Eine Pflege, wie dies bei Schildern aus Edelstahl gerade bei salzhaltiger Luft notwendig ist, benötigen Schilderanlagen aus Aluminium nicht.

Der größte Vorteil den Schildanlagen aus Aluminium gegenüber Edelstahlbeschilderungen gerade bei größeren Aufstellern ins Feld führen können, ist die große Vielfalt an Säulenformen und Dimensionen. Aluminium erlaubt auch komplexe Formen zu erstellen mit Nuten für die Aufnahme von Beschriftungspaneelen, großflächigen Beschriftungsplatten und Sonderzubehör. Und das ganze bei einer sehr hohen Festigkeit und doch geringen Gewicht. Durch die vielfältigen Formen in Verbindung mit Klemmverschraubungen gibt es kein Schweißen, sondern ein Baukastensystem das direkt am Aufstellungsort zusammengesetzt werden kann.

Beschilderung Säule Aluminium

Beispiel: Aluminum Säule 80×80 für Beschilderung

Fazit

Es gibt nicht die Eine richtige Lösung. Wenn Sie jedoch vorhaben einen kleines Schild als Firmenschild, Praxisschild oder Kanzleischild aufzustellen, ist Edelstahl oft die preislich günstigste Möglichkeit.

Wenn Sie jedoch größere Schildanlagen planen, evtl. verschiedene Beschriftungsplatten einsetzen möchten, ggf. später die Beschilderung erweitern oder verändern möchten, dann fahren Sie mit einem Aufsteller aus Aluminium sicherlich besser.